20.02.2026 / KI-Gipfel
Internationale Partnerschaften für KI ausgebaut
Im Rahmen einer Delegationsreise nahm Hessens Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus am AI Impact Summit in Neu-Delhi teil.
Neu-Delhi. Der Gipfel hat sich seit 2023 zu einer zentralen internationalen Plattform für den strategischen Austausch im Bereich der Künstlichen Intelligenz entwickelt – von technologischen Innovationen bis hin zu Fragen der Governance und internationaler Standards. Mit dem diesjährigen Schwerpunkt auf Regulierung und verantwortungsvoller Nutzung von KI knüpft der Gipfel an zentrale Zukunftsfragen an, bei denen Europa mit dem AI Act – dem weltweit ersten umfassenden Regelwerk für KI – bereits Maßstäbe gesetzt hat.
Indien zählt laut globalem KI-Ranking 2025 zu den drei führenden KI-Nationen weltweit. Ziel der Reise war es, Impulse für die Weiterentwicklung Hessens als KI- und Innovationsstandort zu gewinnen. „KI wird maßgeblich darüber entscheiden, wo künftig Wertschöpfung entsteht und wie wettbewerbsfähig Volkswirtschaften sind. Wenn wir globale Leitplanken für eine sichere, verantwortungsvolle und wertebasierte KI setzen wollen, gelingt das nur gemeinsam. Die europäische KI-Verordnung ist dabei nicht nur Verpflichtung, sondern auch Chance: Wer KI von Anfang an regelkonform entwickelt, schafft Vertrauen und ein echtes Qualitätsmerkmal“, betonte Digitalministerin Sinemus.
Praxisnahe Umsetzung der europäischen KI-Vorgaben
Hessen geht bei der praktischen Umsetzung bereits voran: Seit Mai 2025 simuliert das Land gemeinsam mit der Bundesnetzagentur und der Bundesbeauftragten für den Datenschutz ein KI-Reallabor. An konkreten Unternehmensfällen werden Verfahren erprobt, Bedarfe identifiziert und offene Fragen geklärt. Damit leistet Hessen Pionierarbeit bei der praxisnahen Umsetzung der europäischen Vorgaben.
Neben dem Gipfelprogramm standen Gespräche mit indischen Tech-Start-ups, etablierten Technologieunternehmen sowie Regierungsvertretern auf dem Programm. Im Mittelpunkt standen Fragen der Innovationsförderung und des Technologietransfers sowie konkrete Anwendungsfälle, um insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups dabei zu unterstützen, KI-Lösungen schneller, sicher und vertrauenswürdig auf den Markt zu bringen. Zudem bekräftigte die Ministerin das Ziel, Hessens führende Rolle als europäischen Rechenzentrumsstandort weiter auszubauen. Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur sei Grundvoraussetzung für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und digitale Souveränität in Deutschland und Europa. In diesem Zusammenhang begrüßte die Ministerin die Initiative des Bundesdigitalministers Dr. Karsten Wildberger, die Zusammenarbeit mit Indien im Bereich KI, Infrastruktur sowie Forschung und Entwicklung weiter auszubauen.
Frauen in der Technologiebranche gezielt stärken
Ein weiteres Anliegen der Reise war die Stärkung von Frauen in der Technologiebranche. Nach der Eröffnung der Ausstellung „Frauen in MINT – Women in STEM“ gemeinsam mit Fraunhofer India in Frankfurt setzte die Ministerin in Neu-Delhi bei einem Symposium erneut ein Zeichen für „Women in Tech“. „Die digitale Transformation gelingt nur gemeinsam. Weder Europa noch Indien können es sich leisten, auf das Talent und die Innovationskraft von Frauen zu verzichten. Umso wichtiger ist es, diesen Austausch auch hier in Indien fortzusetzen, wo sich viele engagierte Frauen aktiv in Technologie und Innovation einbringen“, so Sinemus.
Mit der Reise nach Indien unterstreicht Hessen sein Engagement für eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Entwicklung von Künstlicher Intelligenz im internationalen Austausch. „KI muss wirtschaftliche Stärke mit demokratischen Werten verbinden – sicher, verantwortungsvoll und am Menschen orientiert“, sagte Sinemus abschließend.
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Markus Büttner, Pressesprecher HMD